Der Muttertag 2015

Der Ursprung des Muttertags
Der Muttertag 2015, so wie wir ihn jährlich feiern, entstand 1872 in den Vereinigen Staaten. Julia Ward Howe, eine namhafte Repräsentantin der Frauenbewegung, verlangte seinerzeits allen Müttern in Amerika einen Tag im Jahr zu schaffen, an dem sie für all ihre Arbeit gefeiert werden. Dieser Vorschlag wurde erst mal nicht erwidert. Schließlich gilt Anna Jarvis als Gründerin des Muttertages, auch eine amerikanische Frauenrechtlerin. Anna Jarvis wählte als Datum den Todestag ihrer Mutter. Marie Reeves Jarvis verstarb am 9. Mai 1905. Sie setzte sich während ihres Lebens für den Frieden ein. Außerdem veranlasste sie eine Verbesserung der damals schlechten hygienischen Verhältnisse, um die Kindersterblichkeit deutlich zu verringern. Anna Jarvis wollte mit diesem Ehrentag an die Leistungen der Mütter erinnern und mehr Rechte für Frauen erreichen, wie z. B. das Wahlrecht. Der amerikanische Kongress deklarierte am 8. Mai 1914 den zweiten Sonntag im Monat Mai zum Muttertag. Der Präsident der USA erklärte diesen Tag zum nationalen Feiertag.

Der Muttertag über die Grenzen der USA hinaus
Auch in mehreren europäischen Ländern fand der Muttertag großen Anklang, wie beispielsweise in England, Schweiz, Norwegen, Schweden und Österreich. 1922 wurde in Deutschland der jährlich Feiertag zu Ehren aller Mütter eingeführt. Dieser Tag wurde immer mehr zu einem Fest der Geschenke. Viele Verkäufer und Firmen entdeckten hier das große Geschäft. Dies hatte Anna Jarvis nicht beabsichtigt. Auch wenn der Muttertag international gut ankommt, ging immer mehr die eigentliche Botschaft unter. Anna Jarvis war empört darüber und wollte diesen Ehrentag gerichtlich untersagen lassen, verlor aber.

Der Muttertag im Nationalsozialismus
Adolf Hitler missbrauchte den Muttertag für seine Zwecke. 1933 wurde dieser Tag in den „Gedenk- und Ehrentag der deutschen Mütter“ umbenannt. Die Nazis propagierten dabei ihr Mutterbild. Ihr Maßstab war die bürgerliche Hausfrau, die im Deutschen Reich möglichst viele „arische“ Kinder zur Welt brachte und für alle Familienangehörigen sorgte.

Die Wiedereinführung des Muttertags in Deutschland
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs brachten die stationierten Amerikaner in Westdeutschland den Muttertag wieder zurück. Erst seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 wird in ganz Deutschland jährlich im zweiten Sonntag im Mai der Muttertag gefeiert, so wie jetzt der Muttertag 2015.

Was zum Muttertag kochen?

Nicht nur bei Verliebten geht Liebe durch den Magen. Auch der Mutter darf man zum Muttertag 2015 so manch eine Leckerei kredenzen. Wer seine Mama nach allen Regeln der Kunst verwöhnen möchte, der entscheidet sich für den Muttertag 2015 für ein edles Menü, das lediglich Zutaten enthält, die im Monat Mai erhältlich sind. Ein wahrer Genuss, jedoch zugegebenermaßen recht anspruchsvoll, ist der Kalbsrücken mit Kräutersauce und Frühlingsgemüse als Beilage. Ideal bietet sich beispielsweise grüner oder weißer Spargel an, wobei auf gute Qualität geachtet werden sollte, um geschmacklich das volle Potential zu entfalten. Auch ein frischer Blattsalat, angereichert mit Jakobsmuscheln ist für den Muttertag ein äußerst edles Menü und bei Müttern sehr beliebt.

Die fleischlose Variante
Soll es ein vegetarisches Menü zum Muttertag geben, so bieten sich ideal Frischkäseravioli mit geschmorten Möhren an. Die Ravioli können je nach Geschick ganz leicht selbst zubereitet oder aber fertig in einem Discounter gekauft werden. Auch eine Polentasuppe, angereichert mit gebratenen Tomaten, ist eine ideale Mahlzeit für den Muttertag. Sie ist schön cremig, dabei nicht zu schwer und dank der Tomaten besonders aromatisch.

Tolle Gerichte für den kleinen Geldbeutel
Wer eher auf der Suche nach einem preiswerten Menü ist, muss keine Angst haben, deswegen nur trockenes Brot und Wasser servieren zu können. Auch mit wenig Geld lassen sich hervorragende Gerichte zaubern, die die Herzen von Müttern höher schlagen lassen. Eine Möglichkeit wären beispielsweise mit Sahne überbackene Gnocchi, die durch einen Rucola-Salat verfeinert werden. Auch Ei mit gebratenem Speck und Spinatsalat ist ein preiswertes Menü, das jedoch geschmacklich keinen Grund hat, sich zu verstecken.

Auch Frühstück oder Kuchen sind gerne gesehen
Nicht immer muss es zum Muttertag ein Drei-Gänge-Menü sein. Genauso gut geeignet sind Kuchen oder Plätzchen in Herzform, die mit Zuckerguss, Perlen und Schokolinsen aufwendig verziert werden können. Der Vorteil ist, dass hier bereits die Kleinsten eifrig mithelfen und sich an der Überraschung für den Muttertag 2015 aktiv beteiligen können. Als guten Start in den Tag kann auch bereits das Frühstück am Bett serviert werden.
Egal für welches Menü sich Töchter und Söhne entscheiden, um ihren Müttern am Muttertag 2015 eine kulinarische Freude zu machen: Blumen sind in jedem Fall ein Muss! Ein schöner Blumenstrauß auf dem Essenstisch oder eine kleine Rose beim Frühstück im Bett wertet die Geste optisch auf und stellen einen wahren Blickfang dar.